Aldrich von Sens

Aus FJM-Ritter
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gemälde in der Kirche Notre-Dame de Bethléem in Ferrières - gemeinfrei

Fest

7. Juni

Lebensbeschreibung

Der hl. Erzbischof Aldrich (franz. Saint-Audri) von Sens in Frankreich, war der Sohn eines Hofbeamten (Palatii principis) und wurde im Jahr 775 am Hofe Karls des Großen geboren. Frühzeitig verließ er die Güter und Ehren der Welt und trat als Jüngling in das Kloster Ferrieres in Gatinois, welches damals Bethlehem genannt wurde. Hier genoss er Anfangs die Leitung des gelehrten Alcuin, hernach die des Abtes Singulf, der ein Schüler Alcuins war und aus Ahnung seines künftigen Wirkens ihn in allen Zweigen geistlicher Wissenschaft wohl unterrichtete. Durch den Ruf seiner vortrefflichen Eigenschaften bewogen, weihte ihn Bischof Jeremias von Sens zum Priester, Kaiser Ludwig der Fromme aber zog ihn an seinen Hof, damit er daselbst durch das Licht der Weisheit und des gottseligen Wandels Allen voranleuchte. Zum Abt seines Klosters erwählt, kehrte er freudig in die Mitte der Seinigen zurück; allein nur kurze Zeit war ihm da zu bleiben vergönnt, denn er ward nach dem Tode des Jeremias 830 zum Erzbischof von Sens erwählt. Nach 10 Jahren eifrigen Wirkens gedachte er den Hirtenstab niederzulegen und im Kloster Ferrieres sich auf die Ewigkeit vorzubereiten; allein der Herr kam ihm zuvor und rief ihn zur ewigen Vergeltung ab – nach Mabillon (Saec. IV. p. I. pag. 566) am 10. Oktober 840, richtiger aber, wie die Bollandisten nachweisen, am 6. Juni 841. Im Benediktinerorden wird sein Andenken am 10. Oktober, in der Diözese Sens aber am 6. Juni gefeiert. Seine hl. Überreste wurden nach Ferrieres übertragen, aber von den Hugenotten im J. 1569 verbrannt, so dass nur noch einige wenige Gebeine von ihm gerettet werden konnten.


(Quelle: nach Vollständiges Heiligen-Lexikon von J.E. Stadler, F.J.Heim und J.N. Ginal, Augsburg 1858-1882, digitalisiert und mit freundlicher Genehmigung von Digitale Bibliothek, Verlag Directmedia Publisching GmbH, CD DB 106, http://www.zeno.org, von FJM überarbeitete Fassung)