Celsus

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Der heilige Celsus

Fest

26. Februar


Das Leben und Wirken des heiligen Knaben Celsus

Celsus war der Sohn des römischen Landpflegers Marcianus zu Antiochia in Ägypten. Bei einer Christenverfolgung sah Celsus den heiligen Märtyrer Julianus, der mit schweren Ketten beladen durch die Stadt geführt wurde. Er erblickte bei dem Märtyrer weißgekleidete Jünglinge und über seinem Haupte eine goldene Krone. Da entstand in dem Herzen des heidnischen Knaben ein inniges Verlangen, auch ein Christ zu werden. Er eilte zum heiligen Julian hin und sagte zu ihm, er wolle auch ein Christ sein. Als dies sein Vater, der Landpfleger, hörte, war er ganz außer sich. Aber Celsus ließ sich weder durch Drohungen noch durch Schmeicheleien von seiner Liebe zu Jesus Christus abwendig machen. Seine Mutter Marcionilla wollte auch eine Christin werden, und sie sprach zu ihrem Sohne: „Wisse, mein Kind, dass ich den, welchen du liebst, auch über alles liebe; ich glaube, dass er der wahre Gott ist.“ Der grausame Vater ließ nun Mutter und Kind in einem finsteren, übelriechenden Kerker werfen. Die Finsternis aber verwandelte sich in helles Licht und der üble Geruch in süßen Duft. Sie empfingen von einem Priester im Kerker die heilige Taufe. Durch ihr Beispiel wurden noch mehrere Heiden zum Christentum bekehrt. Nachdem der grausame Landpfleger bei seinem Sohne Celsus und seiner Gattin Marcionilla verschiedene Martern angewandt hatte, ließ er wilde heißhungrige Tiere auf sie losgehen. Aber auch diese taten ihnen nichts zuleide, sondern leckten wie Hündlein die Füße der beiden Heiligen. Schließlich wurden sie enthauptet. Den Christenverfolger ereilte bald die Strafe Gottes. Marcian wurde wahnsinnig und starb eines elenden Todes.


Beherzigung

Der göttliche Heiland hat gesprochen: „Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert,“ und der heilige Apostel Petrus sagte vor dem Hohen Rate: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Daraus musst Du lernen, nach dem Beispiele des heiligen Celsus standhaft zu sein und dich von niemand vom Wege der Gebote Gottes abbringen zu lassen.




(Quelle: Gottes Heerscharen. Kurze Bilder aus dem Leben unserer lieben Heiligen; Pfarrer Joseph Reiter, 1915 nach von FJM überarbeiteter Fassung)